Nachruf für Dr. Claus Gerhard

Tief erschüttert hat uns die Nachricht, dass der Autor des Buches „Der überwachte Himmel. Die staatlichen Sicherungsmaßnahmen der DDR zur Verhinderung von Fluchten mit Fluggeräten“, Dr. Claus Gerhard, am 25. August 2021 bei einem Übungsflug mit einem Segelflugzeug abgestürzt und tödlich verunglückt ist.

Claus Gerhard war Arzt und passionierter Sportflieger, der sich seit vielen Jahren intensiv mit der Geschichte des Fliegens beschäftigte. Mit ihm verliert die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) einen geschätzten Autor und Experten.

Während der Zusammenarbeit haben ihn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LAkD als einen in der Sache leidenschaftlichen Autor kennengelernt. Dabei beeindruckte Claus Gerhard mit seinem umfassenden Wissen zur deutsch-deutschen Geschichte des Flugwesens im Kalten Krieg und mit der Akribie seiner Recherchen. Unvergessen bleibt die gemeinsame Buchlesung im Agrarflugmuseum auf dem Flughafen Kyritz im August dieses Jahres, wo er vor außergewöhnlicher Kulisse über die gleichermaßen abenteuerlichen wie gefährlichen Flug-Fluchten von Ost- nach Westdeutschland sprach.

Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gelten der Familie und den Freunden von Claus Gerhard.

Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

Dr. Maria Nooke       

Gedenken an die Todesopfer an der Berliner Mauer

Zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Brandenburg in Hohen Neuendorf, gemeinsam veranstaltet von Landtag, Landesregierung, der Stadt Hohen Neuendorf und der Aufarbeitungsbeauftragten. 140 zunächst leere Stühle wurden während der Veranstaltung von Jugendlichen mit den Namensschildern der Mauertoten bestückt.

Der Mauerbau am 13. August 1961 gehört zu den zentralen Zäsuren der deutschen und brandenburgischen Zeitgeschichte. Er trennte die Menschen in Ost und West für die folgenden 28 Jahre endgültig voneinander und wirkt bis heute in gesellschaftlichen Debatten nach. Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) und ihre Vertreterinnen und Vertreter nahmen am 13. August 2021 an mehreren Gedenkveranstaltungen teil.

Auf der Zentralen Gedenkveranstaltung in Hohen Neuendorf wurden die Namen der mindestens 140 Mauertoten verlesen. Im Bild (v.r.) Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke (r.), Minister Axel Vogel und Aufarbeitungsbeauftragte Dr. Maria Nooke. Foto: Landtag Brandenburg/Konstantin Gastmann
Zentrale Gedenkveranstaltung in Hohen Neuendorf: Maria Nooke (l.) im Gespräch den Zeitzeugen Joachim Rudolph und Volker Schobeß sowie der Zeitzeugin Ulrike Poppe.
Gedenkveranstaltung am Griebnitzsee in Potsdam Babelsberg: Schülerinnen und Schüler des Dreilinden-Gymnasiums in Berlin-Zehlendorf präsentierten ihre Projektarbeiten an der Gedenkstätte. Im Gespräch die Stellvertretende Aufarbeitungsbeauftragte Susanne Kschenka und Manfred Kruczek vom Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V.
Gedenkveranstaltung am Denkmal an der „Steinernen Brücke“ in Schönwalde-Glien
Gedenkveranstaltung am Mauerdenkmal in Cottbus: Silvana Hilliger (LAkD) und Christoph Polster (Aufarbeitung Cottbus e.V.) gedachten der Opfer Vera Sandner aus Cottbus und Rolf Kühnle aus Nürnberg.

Den Mitschnitt der Zentralen Gedenkveranstaltung in Hohen Neuendorf können Sie hier ansehen.

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Buchlesung im Museumshangar Kyritz

Buchlesung im Museumshangar (v.l.): Dr. Peter Ulrich Weiß (LAkD), Autor Dr. Claus Gerhard und Reinhard Krüger (Vorsitzende des Fördervereins Agrarflug Kyritz e.V.), im Museums-Hangar des Flugplatzes Kyritz

Am 14. August 2021 stellte Dr. Claus Gerhard im Agrarflugmuseum Kyritz sein neues Buch „Der überwachte Himmel. Die staatlichen Sicherungsmaßnahmen der DDR zur Verhinderung von Fluchten mit Fluggeräten“ vor. Vor interessiertem Publikum berichtete Claus Gerhard über abenteuerliche Flug-Fluchten von Ost- nach Westdeutschland, verzweifelte Abwehrmaßnahmen des DDR-Sicherheitsapparates und überraschende Funde während seiner Recherchen. Gerade von brandenburgischen Flugplätzen aus hatten zwischen 1961 und 1989 etliche Fluchtversuche in Richtung West-Berlin ihren Anfang genommen. Das Buch ist in der Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) erschienen.

Eingeladen hatte die LAkD zusammen mit dem Förderverein Agrarflug Kyritz e.V. sowie der Flugschule ARDEX GmbH.

Claus Gerhard beim Signieren seiner Bücher.

Enthüllung einer neuen Erinnerungsstele

Die Präsidentin des Brandenburger Landtags Prof. Dr. Ulrike Liedtke und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland nach der Enthüllung des Stelenensembles. Foto: Landtag Brandenburg/Stefan Gloede

Am 11. August 2021 wurde eine neue Erinnerungsstele für ein erst im Jahr 2017 bekannt gewordenes Todesopfer eingeweiht. Der sowjetische Soldat Wladimir Iwanowitsch Odinzow war in der Garnison Elstal westlich von Berlin stationiert und wurde als vermeintlicher Flüchtling auf der Dorfstraße von Seeburg, unweit der Grenze zu West-Berlin, von Polizeiposten erschossen. Wladimir Odinzow gehört zu den 140 Todesopfern an der Berliner Mauer.

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke und erinnerte in ihrer Rede an das Todesopfer Wladimir Iwanowitsch Odinzow. Danach enthüllten die Präsidentin des Brandenburger Landtags, Prof. Dr. Ulrike Liedtke, und der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland, das Stelenensemble.

Die Veranstaltung klang mit einer gemeinsamen Schweigeminute aus.

v.l.: Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Maria Nooke, Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg und Tom Sello, Berliner Aufarbeitungsbeauftragter während der Schweigeminute.

Generationenspaziergänge zur Mauergeschichte

An der Nike vor der Glienicker Brücke klang der Potsdamer Spaziergang am 1. August 2021 aus.

In diesem Sommer lädt die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) zu geführten und moderierten Spaziergängen von 2,5 Stunden Länge entlang der ehemaligen Grenze zwischen Brandenburg und West-Berlin ein. Zahlreiche Interessierte zwischen zehn und achtzig nahmen an den Spaziergängen in Teltow und in Potsdam teil. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sprachen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit und an der Berliner Mauer und regten zu generationenübergreifenden Gesprächen an.

Der nächste Termin in Teltow ist bereits ausgebucht. Gern können Sie sich für einen Generationenspaziergang am 26. September 2021 in Potsdam anmelden.

LAkD-Jugendbildungsreferentin Bettina Frevert (r.) im Gespräch mit Zeitzeugin Frau Mayer (zweite von r.) und Publikum während des Spaziergangs in Teltow am 18. Juli 2021.

Ausstellungseröffnung im Alten Rathaus Hennigsdorf

Landesbeauftragte Dr. Maria Nooke und Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther (r.) erkunden die Verkehrswege im geteilten Berlin.

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, eröffnete am 15. Juli 2021 gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Hennigsdorf Thomas Günter die Ausstellung „Komm doch mal rüber“. Die Mitmach-Ausstellung geht mit Kindern und Eltern auf Entdeckungsreise in die Geschichte und vermittelt spielerisch, was die Teilung durch die Mauer für die Menschen bedeutete.

Die ersten Besucher testen ihre Kenntnisse an einer Ausstellungsstation.

Die Ausstellung ist bis zum 15. August 2021 im Alten Rathaus von Hennigsdorf, Hauptstraße 3, dienstags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Stellenausschreibung Mitarbeiterin/ Mitarbeiter Verwaltung

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) berät Bürgerinnen und Bürger, die in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR von Verfolgung betroffen waren und unterrichtet die Öffentlichkeit über die Wirkungsweisen diktatorischer Herrschaftsformen. Sie berät öffentliche Stellen und kooperiert mit Opferverbänden, Vereinen und zahlreichen Bildungs- und Forschungsinstitutionen.

Die LAkD sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Dienstort Potsdam  

eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter Verwaltung

mit einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Organisatorische Angelegenheiten der LAkD: Buchhaltungsangelegenheiten der LAkD einschließlich Buchungen im SAP; Beschaffungen und Vergaben; Betreuung der drei Liegenschaften der LAkD
  • Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit: Bearbeitung von Veröffentlichungen im Corporate Design der LAkD; Pflege der Homepage; Recherche; Veranstaltungsorganisation
  • Angelegenheiten der Archivierung: Aktenplan; Archivierungskonzept und dessen Umsetzung
  • Vertretung Sekretariat

Anforderungen:

  • bei Beamten Laufbahnbefähigung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst, bei Angestellten ein einschlägiger Berufsabschluss (kaufmännische Ausbildung z. B. Kaufleute für Büromanagement oder Veranstaltungskaufleute, Verwaltungsfachangestellte, Fachangestellte für Medien- und Archivwesen)
  • Erfahrungen in Verwaltungstätigkeiten
  • Erfahrungen in der Pflege von Websites erwünscht
  • Sicherheit im Umgang mit dem PC und IT-Technik
  • sehr gutes sprachliches Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift
  • gute kommunikative Fähigkeiten und Empathie für Ratsuchende
  • selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
  • ausgeprägtes Organisationstalent
  • Pkw-Führerschein

Unser Angebot:

  • ein vielseitiges Aufgabengebiet
  • vermögenswirksame Leistungen
  • eine Betriebsrente (VBL) für Tarifbeschäftigte
  • Möglichkeit eines Firmentickets
  • flexible Arbeitszeiten im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten
  • ein freundliches und hilfsbereites Team, das Sie vom ersten Tag an einbindet und unterstützt
  • ein attraktiver Standort im Herzen der Landeshauptstadt Potsdam, der mit dem  öffentlichen Nahverkehr – auch von Berlin aus – gut erreichbar ist
  • modernes, gut ausgestattetes Arbeitsumfeld

Die Stelle lässt eine Übertragung von Aufgaben nach Besoldungsgruppe A 9 BBesO bzw. bis zur Entgeltgruppe 8 TV-L zu.

Für Schwerbehinderte gelten bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung die Bestimmungen des SGB IX.

Wir freuen uns, wenn Sie sich von dieser Ausschreibung angesprochen fühlen. Für nähere Informationen zum Ausschreibungsverfahren stehen Ihnen Frau Hilliger
(Tel.: 0331 / 23 72 92 – 22) und Frau Domhardt (Tel.: 0331 / 23 72 92 – 27) gern zur Verfügung.

Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 25. Juli 2021 (Datum des Poststempels) an:

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Frau Hilliger – persönlich, Hegelallee 3, 14467 Potsdam oder an silvana.hilliger@lakd.brandenburg.de.

Bitte beachten Sie, dass Online-Bewerbungen nur mit PDF-Anhängen bearbeitet werden.     E-Mails mit anderen Dateianhängen werden aus Sicherheitsgründen gelöscht.

Datenschutzhinweis:

Mit der Abgabe einer Bewerbung erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer Bewerbungsunterlagen einverstanden und stimmen der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten im Rahmen des Auswahlverfahrens auf der Grundlage des § 26 des Brandenburgischen Datenschutzgesetzes zu. Weitere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte der Internetpräsentation der LAkD. Nach Abschluss des Besetzungsverfahrens werden die Bewerbungsunterlagen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

Gedenken an den Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953

Am stillen Gedenken zu Ehren der Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der Gedenkstätte Lindenstraße nahmen gestern der brandenburgische Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der Vorsitzende der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung Pete Heuer, der stellvertretende Oberbürgermeister Burkhard Exner, die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) Dr. Maria Nooke sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der Gedenkstätte teil.

Den Opfern des Volksaufstandes gedachten am 17. Juni 2021 in der Gedenkstätte auf dem Hof des Dienstgebäudes der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg in Brandenburg an der Havel Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Brandenburg sowie der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg und Dr. Peter Ulrich Weiß von der LAkD.

Pressemitteilung der LAkD

Stellenausschreibung Referent/in für Jugendbildung

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) berät Bürgerinnen und Bürger, die in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR von Verfolgung betroffen waren und unterrichtet die Öffentlichkeit über die Wirkungsweisen diktatorischer Herrschaftsformen.

Die LAkD sucht zum 1. Januar 2022 am Dienstort Potsdam  

eine Referentin/einen Referenten für Jugendbildung

mit einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Konzeption und Umsetzung von Angeboten der politisch-historischen Bildung für junge Menschen (Durchführung von Veranstaltungen, Projekttagen und Workshops an schulischen und außerschulischen Einrichtungen, Zeitzeugenarbeit)
  • Erarbeitung und Umsetzung von Kooperationsprojekten der politisch-historischen Jugendbildung mit anderen Trägern und Einrichtungen
  • Einbeziehung kreativer Methoden in die Jugendbildungsarbeit (künstlerisch, darstellerisch, medienpädagogisch u. a.)
  • Erarbeitung von pädagogischen Materialien für junge Menschen und Pädagog/innen in verschiedenen Medienformaten

Anforderungen:

  • Abgeschlossener Hochschulabschluss in einer pädagogischen, geisteswissenschaftlichen oder geschichtswissenschaftlichen Fachrichtung
  • Berufserfahrung in der politisch-historischen Bildungsarbeit mit jungen Menschen
  • ausgewiesene Kenntnisse der Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone und DDR
  • ausgewiesene Kenntnisse in der Didaktik und Methodik der Bildungsarbeit mit jungen Menschen
  • Hohe Kommunikationskompetenz und Empathie für das Schicksal der von DDR-Unrecht Betroffenen
  • Anwendungskenntnisse der einschlägigen Standardsoftware (MS-Office) sowie von Tools und Apps zur medienpädagogischen Arbeit
  • Schnelle Auffassungsgabe und hohe Motivation
  • Fähigkeit zu teamorientiertem Arbeiten
  • Pkw-Führerschein

Unser Angebot:

  • ein vielseitiges Aufgabengebiet
  • vermögenswirksame Leistungen
  • eine Betriebsrente (VBL) für Tarifbeschäftigte
  • Möglichkeit eines Firmentickets
  • flexible Arbeitszeiten im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten
  • ein freundliches und hilfsbereites Team, das Sie vom ersten Tag an einbindet und unterstützt
  • ein attraktiver Standort im Herzen der Landeshauptstadt Potsdam, der mit dem  öffentlichen Nahverkehr – auch von Berlin aus – gut erreichbar ist
  • modernes, gut ausgestattetes Arbeitsumfeld

Die auszuübenden Tätigkeiten lassen eine Bewertung bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L zu.

Für Schwerbehinderte gelten bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung die Bestimmungen des SGB IX.

Wir freuen uns, wenn Sie sich von dieser Ausschreibung angesprochen fühlen. Für nähere Informationen zum Ausschreibungsverfahren stehen Ihnen Frau Hilliger
(Tel.: 0331 / 23 72 92 – 22) und Frau Domhardt (Tel.: 0331 / 23 72 92 – 27) gern zur Verfügung.

Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 7. Juli 2021 (Datum des Poststempels) an:

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Frau Hilliger – persönlich, Hegelallee 3, 14467 Potsdam oder an silvana.hilliger@lakd.brandenburg.de.

Bitte beachten Sie, dass Online-Bewerbungen nur mit PDF-Anhängen bearbeitet werden. E-Mails mit anderen Dateianhängen werden aus Sicherheitsgründen gelöscht.

Datenschutzhinweis:

Mit der Abgabe einer Bewerbung erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer Bewerbungsunterlagen einverstanden und stimmen der vorübergehenden Speicherung Ihrer Daten im Rahmen des Auswahlverfahrens auf der Grundlage des § 26 des Brandenburgischen Datenschutzgesetzes zu. Weitere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte der Internetpräsentation der LAkD. Nach Abschluss des Besetzungsverfahrens werden die Bewerbungsunterlagen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

Stiftung Anerkennung und Hilfe

Anmeldung nur noch bis zum 30. Juni 2021 möglich!

Bis 30. Juni sind wir täglich telefonisch zu den üblichen Geschäftszeiten erreichbar!

Der neue Film „Trotzdem Ich“ und der Podcast „Leid und Unrecht anerkennen“ erzählen von Ratsuchenden, die sich angesichts ihrer leidvollen Lebenserfahrungen an die Stiftung Anerkennung und Hilfe gewandt haben. Und sie erzählen von der Arbeit der Beraterinnen und Berater in der Anlauf- und Beratungsstelle des Landes Brandenburg. Noch ist es möglich, eine Unterstützung zu erhalten.

Hier sehen Sie den Film „Trotzdem ich“

Hier hören Sie den Podcast „Leid und Unrecht anerkennen“ – Musik: Stephan Krawczyk aus dem Lied „Wieder Stehen“, neu eingespielt 2021

Skript zum Podcast

Zur Themenseite der ABAH geht es hier

Stilles Gedenken in Ketschendorf und Halbe

Stilles Gedenken an die Toten des Internierungslagers Ketschendorf mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf, der Stadt Fürstenwalde, der Landesbeauftragten sowie der Presse.

Am 8. Mai 2021 nahm die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, am stillen Gedenken zu Ehren der Opfer teil, die im Speziallager Nr. 5 in Ketschendorf (heute Fürstenwalde/Spree) interniert worden waren und dort ums Leben kamen. Die über 4.700 Menschen, die hier zwischen 1945 und 1947 starben, waren vor Ort in Massengräbern verscharrt worden.

Ein zweiter Teil des stillen Gedenkens fand auf dem Waldfriedhof in Halbe statt. Hierher waren auf Initiative des Pfarrers Ernst Teichmann die sterblichen Überreste tausender Leichen verbracht und bestattet worden, die Bauarbeiter 1952 bei Ausschachtungsarbeiten für Wohnhäuser auf dem ehemaligen Speziallager-Gelände entdeckt hatten. Die Existenz des Lagers und der Opfer wurden in der Zeit der SBZ/DDR konsequent verschwiegen. Die Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf kümmert sich seit vielen Jahren sowohl um das Gedenken als auch die Aufarbeitung der Geschichte des Lagers.

Gedenkstein mit Gebinden in Ketschendorf/Fürstenwalde.

Landesbeauftragte Dr. Maria Nooke am Gedenkstein für die Opfer des Internierungslagers Ketschendorf auf dem Waldfriedhof Halbe.

Digitales Verbändetreffen

Zwei Mal im Jahr treffen sich die Vertreterinnen und Vertreter der brandenburgischen Opferverbände und Aufarbeitungsinitiativen mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD), um sich untereinander auszutauschen.

Im August 2020 war es möglich, sich in Potsdam in einem großen Raum des Landtages zu treffen, aber selbst dies war wegen der Einschränkungen durch die Pandemie jetzt undenkbar. Deshalb fand das erste Verbändetreffen 2021 digital statt: Am 23. April 2021 tauschten sich 24 Vertreterinnen und Vertreter über ihre Arbeit und aktuelle Themen, aber auch Schwierigkeiten und nicht Erreichtes per Videokonferenz aus.

Im Mittelpunkt standen die Berichte der Verbände, in denen verschiedene konkrete Punkte angesprochen wurden:

  • das „Tribunal Zwangsarbeit in politscher DDR-Haft“ der UOKG und die Weiterarbeit mit den Ergebnissen
  • die Durchführung der Gedenkfeiern in den Speziallagern im Jahr 2020 trotz Pandemie und wie die Arbeit der Speziallager-Vereine angesichts des Generationenumbruchs zukunftsfest gemacht kann
  • es wurde von neuen Wegen in der Bildungsarbeit berichtet: von digitalen Formaten, neuen Partnerschaften, neu gestalteten Internetseiten und überarbeiteten Ausstellungen
  • die schwierige Gedenkstättenarbeit während der Pandemie, in der zahlreiche Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler ersatzlos ausfallen
  • das Ringen um Anerkennung gesundheitlicher Folgeschäden und die frustrierenden Erfahrungen während solcher Prozesse verbunden mit Wünschen nach weiteren rechtlichen Regelungen und einem deutlich erhöhten Beratungsbedarf z.B. wenn neue Themen aufkommen wie durch den Film über die Experimente an Freitzeitsportlern
  • neue Projekte sollen über Leid und Unrecht sehr konkret vor Ort aufklären, darüber hinaus gibt es an einem Ort einen internationalen Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus drei Ländern.

In moderierten Pausengesprächen konnte das breite Themenspektrum vertieft und ein Gedankenaustausch angeregt werden. Bei den nachfolgenden Berichten ging es vor allem um die folgenden fünf Schwerpunkte:

  • den Stand der Umsetzung der Novellierung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze
  • die Überführung der Stasi-Akten unter das Dach des Bundesarchivs und die Fragen der Weiterführung der Arbeit
  • den Stand der Bestellung des Bundes-Opferbeauftragten
  • die Weiterarbeit an der Sozialstudie (Hinweis auf eine Zusammenfassung der Ergebnisse: https://aufarbeitung.brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/04/Zusammenfassung-Studie.pdf)
  • die Planungen des Bundeskongresses 2021 und die Fördermöglichkeiten für Verbände.

Nach zwei Stunden intensiven Gesprächs war eine Fülle an Themen angerissen und ein Austausch angeregt.  Viel wird getan und vieles ist noch zu tun. Die Landesbeauftragte Dr. Maria Nooke bedankte sich für den offenen Austausch und die vielfältige Arbeit, die durch die Verbände und Aufarbeitungsinitiativen im Land Brandenburg geleistet wird; sie wird versuchen, deren Arbeit auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen.