Veranstaltungen zum Jahresthema „Grenzen und Freiheit“ 2022

Die 1950er Jahre mit der Ost-West-Blockbildung, den stalinistischen Verfolgungen und der Niederschlagung der Volksaufstände im sowjetischen Machtbereich haben im Gedächtnis der Menschen tiefe Spuren hinterlassen, die bis heute nachwirken. An vielen Orten Brandenburgs wird an die damalige Repression, an Ausgrenzung und Freiheitssuche erinnert.

Mit ihrem Jahresthema „Grenzen und Freiheit“ regt die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) an, sich im Spannungsfeld von Diktatur und Utopie und von Grenzen und Freiheit über gesellschaftspolitische Zwänge und Umbruchphasen in Ostdeutschland und Europa auszutauschen. Vor dem Hintergrund der russischen Aggression gegen die Ukraine erhält die Betrachtung der 1950er Jahre dabei eine ungeahnte Aktualität.

Besonderes Augenmerk gilt der Zäsur von 1952 und der damit verbundenen innerdeutschen Grenzziehung. Das Jahr war eine Hochphase des Kalten Krieges und der gewaltsamen Politik der SED zur Durchsetzung des Sozialismus. Hunderttausende Brandenburger erlebten damals Schauprozesse und Parteisäuberungen sowie Zwangsaussiedlungen, die Bekämpfung der Kirchen, die Kollektivierung der Landwirtschaft und vieles mehr.

Zur Sprache kommen neben den individuellen Folgen jahrzehntelanger Abgrenzung und dem Kampf für Freiheitsrechte auch das veränderte Leben nach der Diktatur und der heutige Umgang mit DDR-Unrechtserfahrungen.

An verschiedenen Orten im Land Brandenburg bietet die LAkD in diesem Jahr Veranstaltungen an zu den Themen:

  • Diktatur und Grenzregime
  • Repression und Rebellion
  • Zäsur und Transformation
  • Unrecht und Bewältigung

Wenn Sie vor Ort eine Veranstaltung mit der LAkD organisieren möchten oder unsere Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an uns!

Wir freuen uns auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen.