Filmreihe Zeitschnitt 2022 „Utopie und Diktatur. Die 50er Jahre im Osten“

Aus dem Film „Sonnensucher“, Foto: DEFA-Stiftung

In der elften „Zeitschnitt“- Reihe werden im Jahr 2022 unter dem Thema „Utopie und Diktatur. Die 50er Jahre im Osten“ Filme präsentiert, die die prägenden 50er Jahre im Osten in sehr unterschiedlicher Weise verarbeitet haben – als Propaganda-, Dokumentar- oder Spielfilm.

Beginnend mit der Nachkriegszeit und endend mit dem Mauerbau werden die großen Themen wie Heimkehr, Verdrängung und Neuanfang nach dem Ende des 2. Weltkrieges, Aufbau der DDR, Ost-West-Blockkonfrontation und Kulturpolitik, Stalinismus und stalinistische Schauprozesse, deutsche Teilung und Auswirkungen der innerdeutschen Grenze sowie die (Zwangs-) Kollektivierung in der Landwirtschaft in den Mittelpunkt gestellt.

Zusätzlich zu den Langfilmen werden – wo es zeitlich und inhaltlich passt – Kurzfilme oder originale „Augenzeugen“ hinzugesetzt – also Kurzfilme mit aktuellen Nachrichten, die damals im Kino gezeigt wurden, weil die Menschen noch keine Fernseher besaßen. So blättern die Filmabende die Geschichte dieses Jahrzehnts auf, das zugleich zu den Hochzeiten des Massenmediums Kino zählte.

Wie immer umfasst die Reihe insgesamt acht Abende: die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung im Filmmuseum Potsdam, die übrigen Filme in Abspielstätten im Land Brandenburg.

Mit der filmhistorischen Einführung durch Dr. Claus Löser und dem Angebot eines Gesprächs nach dem Film möchten das Filmmuseum und die LAkD einen Beitrag leisten, das Wissen über diese lang vergangene und doch prägende Zeit zu erweitern und ein Angebot zu schaffen, diese auch gemeinsam zu reflektieren.