Stiftung Anerkennung und Hilfe

Anlauf- und Beratungsstelle des Landes Brandenburg

Zum 1. Januar 2017 wurde die Stiftung Anerkennung und Hilfe errichtet. Sie will in allen Bundesländern Unterstützung für Menschen ermöglichen, die als Minderjährige in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie Leid und Unrecht erfuhren und bis heute an den Folgen leiden. Es geht dabei  um den Zeitraum von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland und von 1949 bis 1990 in der DDR.

Ziel der Stiftung ist die Anerkennung der leidvollen Erfahrungen durch

  • die Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen
  • die wissenschaftliche Aufarbeitung der stationären Unterbringung in Psychiatrie und Behindertenhilfe und
  • die Aufklärung der Öffentlichkeit, um einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Betroffenen zu leisten.

Maßgeblich bei der Umsetzung dieser Ziele sind die Anlauf- und Beratungsstellen in allen Bundesländern. Im Land Brandenburg ist diese Anlaufstelle bei der Aufarbeitungsbeauftragten angebunden.

Voraussetzungen für eine Unterstützung:

  • Wohnort im Land Brandenburg
  • Nachweis der Unterbringung in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe oder Psychiatrie (für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung)
  • Minderjährigkeit während der Unterbringung
  • Zeitraum der Unterbringung in der Bundesrepublik zwischen dem 23. Mai 1949 und 31. Dezember 1975 und in der DDR zwischen dem 7. Oktober 1949 und dem 2. Oktober 1990
  • persönliches Beratungsgespräch zu Leid, Unrecht und Folgen
  • Vorlage des Rentenversicherungsverlaufs im Zusammenhang mit nicht vergüteter Arbeit während der Unterbringung

Aufgaben der Anlauf- und Beratungsstelle sind:  

  • individuelle Anerkennung von Leid und Unrecht im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches
  • Vermittlung einer einmaligen Geldpauschale (9.000 EUR) und ggfs. einer Rentenersatzleistung (bis zu 5.000 EUR)
  • Beratung zum Regelsystem und zu anderen Hilfen