Angebot für Gesprächsrunden zum Jahresthema der LAkD

Gesprächsvormittag im Weberhäuschen Potsdam Babelsberg am 5. Februar 2020
Gesprächsabend unter Corona-Bedingungen im Festspielhaus Wittenberge am 28. Oktober 2020

Die Veranstaltungsidee

Jeweils zum aktuellen Jahresthema lädt die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur dazu ein, sich in Gesprächen über die unterschiedlichen Erfahrungen zu begegnen und auszutauschen. Das Jahresthema knüpft dabei an ein historisches Ereignis der letzten 75 Jahre in der SBZ/DDR an und bietet so die Gelegenheit, sich von einem historischen Ausgangspunkt her gemeinsam zu erinnern.

Im Jahr 2021 lautet das Jahresthema „Grenzen und Freiheit“ und stellt die Erinnerung an den Bau der Berliner Mauer vor sechzig Jahren am 13. August 1961 und seine Folgen in den Mittelpunkt. Wir laden ein, sich darüber auszutauschen, was Menschen in Ost und West mit Abgrenzung, Eingrenzung sowie Trennung und Sehnsucht nach Freiheit erlebt haben und wie wir heute mit diesen unterschiedlichen, bisweilen ambivalenten Erlebnissen und Erfahrungen umgehen. Was veränderte sich mit der Abriegelung der Grenze, welches Leid löste der Mauerbau aus? Wie wurde aus der freien Welt auf die eingemauerte Gesellschaft geschaut? Wie wirkte sich die Trennung auf das Leben der Menschen diesseits und jenseits der Mauer aus? Und welche Freiräume konnten in der eingeschlossenen Gesellschaft dennoch gefunden werden?

Gleichzeitig soll auch nach den Grenzen der Zäsur gefragt werden: Was blieb unverändert und inwiefern wurden Teilung und Begrenztheit akzeptierter Alltag? Gerade für nach 1961 Geborene besaß die Unüberwindbarkeit der Ost-West-Grenzen ein hohes Maß an „Normalität“.

Im Jahr 2020 hatten wir vor, unter dem Thema „Zeitenwandel – Wandelzeiten 1990“ über das schwieriger zu erinnernde Jahr 1990 zu sprechen. Das war unter den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie leider nicht möglich. Wir würden das Gespräch über das Jahr 1990 gern unter dem Titel „Erinnerung an das Jahr 1990 – ausgefallen?“ sobald als möglich nachholen.

Im Jahr 2019 ging es um „30 Jahre Friedliche Revolution“ und die Ereignisse des Herbstes 1989, die Menschen an sehr unterschiedlichen Stellen erlebt haben. Es bestand eine große Offenheit, Erinnerungen, die sich in das Gedächtnis eingebrannt hatten und dort oft seit damals schlummerten, nun in einem wertschätzenden Klima zu berichten und mit den anderen zu teilen. Wenn Sie gern noch eine Veranstaltung zum Austausch über die Erinnerungen an 1989 organisieren möchten, ist das ebenfalls möglich.

Wie kommen Sie zu einem Gespräch zum Jahresthema?

Wenn wir Sie dabei unterstützen sollen, in Ihrem Ort, in Ihrem Verein, in Ihrer Frauen- oder Jugendgruppe, in Ihrer Kirchengemeinde oder in einer anderen Runde unter einem der dem Jahresthemen miteinander ins Gespräch zu kommen, dann können Sie sich gern an uns wenden.

In einem Vorgespräch überlegen wir mit Ihnen, welche Form des Erinnerns für Ihre Gruppe passen könnte, welches Thema der Erinnerung bei Ihnen im Ort oder in der Region besonders im Mittelpunkt steht, wer unbedingt dabei sein sollte und welche Unterstützung Sie benötigen.

Wir können kleinere oder größere Gesprächsrunden bei Ihnen moderieren oder Ihnen helfen, dies selbst zu tun. Dabei wollen wir immer an den Erfahrungen, Geschichten, Erlebnissen der Menschen vor Ort anknüpfen. Dies kann durch Fotos von damals, Materialien und vielem mehr unterstützt werden. Sie können durch Aufrufe in der Zeitung dazu einladen, Material zu sammeln oder schon vorhandene Erinnerungssammlungen vor Ort nutzen.

Haben Sie Interesse an der Planung eines Gesprächsformats gefunden? Dann freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen!