Teamberatung

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Dienstag, den 25. Januar 2023, sind wir nicht im Büro. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aufarbeitungsbeauftragten nehmen an einer ganztägigen Teamberatung teil.

Ab Mittwoch sind wir alle wieder zu den gewohnten Zeiten im Büro erreichbar.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Teamberatung

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, den 25. Januar 2023, sind wir nicht im Büro. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aufarbeitungsbeauftragten nehmen an einer ganztägigen Teamberatung teil.

Ab Donnerstag sind wir alle wieder zu den gewohnten Zeiten im Büro erreichbar.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Annalena Baerbock besuchte „Kindergefängnis“ in Bad Freienwalde

Annalena Bearbock legt am Mahnmal weiße Rosen zum Gedenken an das Leid und Unrecht ab, das den Jugendlichen in diesem „Kindergefängnis“ angetan wurde. Foto: Markus Pichlmaier

Grünen-Politikerin Annalena Baerbock besuchte heute gemeinsam mit der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, und der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, das ehemalige Durchgangslager Bad Freienwalde. Sie sprach sich für einen leichteren Zugang zu finanziellen Hilfen aus. Es sei wichtig, dass Betroffene nicht immer wieder von Gutachten abhängig seien und dass natürlich ihre Zeit in einem Kindergefängnis Auswirkungen auf ihren Gesundheitszustand habe. Es sei wichtig und eine gesellschaftliche Aufgabe, die Geschichten anzuhören und die Erinnerung wachzuhalten.

Vorsitzender des Vereins „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ Roland Herrmann im Gespräch mit der Aufarbeitungsbeauftragten Dr. Maria Nooke. Foto: Markus Pichlmaier
Annalena Baerbock (2.v.l.) vor dem Mahnmal mit dem ehemaligen Insassen Roland Herrmann (2.v.r.) und weiteren Vereinsmitgliedern. Foto: Markus Pichlmaier

Beim Besuch mit dabei waren die Leiterin des Menschenrechtszentrums Cottbus, Heide Schinowski, die Grünen-Landtagsabgeordnete Sarah Damus und Innenstaatssekretär Dr. Markus Grünewald.

Arbeit der ABAH endet zum 31.12.2022

Die Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfe (ABAH) des Landes Brandenburg hat nach Ende der Stiftungslaufzeit ihre Arbeit zum 31.12.2022 eingestellt. Die Stiftung war von Bund, Ländern und Kirchen für den Zeitraum von 2017 bis 2022 errichtet worden. Im Land Brandenburg wurden von der ABAH 1.900 Männer und Frauen durch eine Geldpauschale in Höhe von 9.000 Euro unterstützt. 600 von ihnen bekamen darüber hinaus eine Rentenersatzleistung von 3.000 bzw. 5.000 Euro, weil sie als Jugendliche in den Einrichtungen arbeiten mussten, ohne dass dafür Rentenbeiträge abgeführt wurden. Insgesamt wurden 19,6 Millionen Euro an Betroffenen ausgezahlt.  Die ABAH beriet Menschen, die als Minderjährige in der Bundesrepublik von 1949 bis 1975 und in der DDR von 1949 bis 1990 in stationären Einrichtungen der Psychiatrie und Behindertenhilfe Leid und Unrecht erfuhren und bis heute an den Folgen leiden.

Gern können Sie sich mit Ihren Anliegen oder Fragen zur Arbeit der Stiftung an die ehemalige Leiterin der Anlaufstelle, Frau Silvana Hilliger, wenden: per E-Mail silvana.hilliger@lakd.brandenburg.de oder telefonisch unter 0331/ 23729222.

Die Pressemitteilung zur Abschlussveranstaltung der Brandenburger Anlaufstelle am 29. September 2022 im Landtag Brandenburg finden Sie hier.

Nachruf für Werner Schulz (1950-2022)

Im Alter von 72 Jahren verstarb gestern der Bürgerrechtler und Politiker Werner Schulz bei einem Symposium zum Thema „Wie erinnern wir den 9. November“ im Schloss Bellevue. In Zwickau geboren, gehörte er seit 1968 verschiedenen Oppositionsgruppen der Friedens-, Ökologie- und Menschenrechtsbewegung in der DDR an und war im September 1989 Mitbegründer der Bürgerbewegung Neues Forum. Als dessen Vertreter saß er am Zentralen Runden Tisch und war Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Von 1990 bis 2005 gehörte Werner Schulz für Bündnis 90/Die Grünen dem Deutschen Bundestag und von 2009 bis 2014 dem Europaparlament an.

Es war vor allem der Prager Frühling 1968, der ihn kurz vor dem Beginn seines Studiums politisierte. Im Pankower Friedenskreis engagierte er sich in den 1980er Jahren für friedenspolitische Ziele mit dem Grundmotiv „Keine Gewalt“, das ihn auch später prägte, als er sich mit Fragen von rechtsextremistischer und struktureller Gewalt in der Gesellschaft beschäftigte.

„Keine Gewalt“ – wäre auch heute in unserer Gesellschaft eine wichtige Aufgabe, so seine Haltung. Ihn beschäftigte, wie man gewaltlos miteinander leben könne vor dem Hintergrund verschiedener Kulturen und Lebensansprüche. Seit vielen Jahren unterstützte er die russische Opposition in ihren Bemühungen um Demokratie und Meinungsfreiheit und warnte vor den zunehmenden totalitären Tendenzen in Russland.

In seiner Rede zur Verabschiedung von Ulrike Poppe, der ersten Aufarbeitungsbeauftragten des Landes Brandenburg, und meiner Einführung als ihre Nachfolgerin am 19. September 2017, betonte er die Bedeutung der Aufarbeitung von politischem Unrechtsgeschehen und machte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine Demokratie belebende Wirkung entfaltet. Er endete mit der Aufforderung: „Gerade in Zeiten, in denen aus Bürgermündigkeit Bürgermüdigkeit und aus Politikverdrossenheit Politikverachtung geworden ist, sollten wir den Wutbürgern entgegenhalten woher wir kommen, was wir erreicht und überwunden haben. Damit nicht Hass und Intoleranz – die Wesensmerkmale jeglicher Gesinnungsdiktatur – alles niederbrüllen und womöglich wieder viel kaputt machen.“

Am 9. November, dem Tag, an dem wir daran erinnern, was wir erreicht und überwunden haben, verloren wir Werner Schulz als wichtigen Weggefährten und als unabhängige Stimme im politischen Raum.

Wir trauern mit seiner Familie und seinen Freunden.

Dr. Maria Nooke

Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Friedensnobelpreis für MEMORIAL

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die russische Aufarbeitungs- und Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, an den belarussischen Menschenrechtsanwalt Ales Bjaljatzki und an das ukrainische Center for Civil Liberties.

Die Aufarbeitungsbeauftragte und ihr Team gratulieren allen Preisträgern herzlich. Gleichzeitig möchten wir unsere Hochachtung für das große Engagement aussprechen, mit dem sich die Preisträger trotz der hohen persönlichen Gefahr seit vielen Jahren für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie einsetzen.

Heavy Metal in Ludwigsfelde

Im Museum für Stadt und Technik Ludwigsfelde überreichen Musiker von BIEST ihr früheres Bandbanner an Nikolai Okunew, der eine Ausstellung zum Thema plant.

Als eine der größten Jugendsubkulturen der DDR stand die Heavy-Metal-Szene unter besonderer Beobachtung. Die Fans wollten ihre Musik und ihr Lebensgefühl voller Provokation und Power ausleben und die Grenzen von Diktatur und Alltag ausloten. Polizei und Staatsmacht standen stets bereit, um hart einzugreifen, wenn etwas nicht ins Musterbild sozialistischer Jugend passte. Das schloss auch die ostdeutschen Metal-Bands ein, deren Repertoire überwiegend aus westlichen Coversongs bestand.

Auf der Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) sprach am 24. September 2022 im Museum für Stadt und Technik Ludwigsfelde der Historiker Dr. Nikolai Okunew (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung), der einem interessierten Publikum seinen Szene-Bestseller „Red Metal. Die Heavy-Metal-Subkultur der DDR“ vorstellte. Ihm zur Seite stand Gitarrist Frank Lawrenz, der über seine damalige Zeit als Musiker bei der lokalen Kultgruppe BIEST erzählte, die zu den bekanntesten und erfolgreichsten Metal-Bands der DDR gehörte. Moderiert wurde der Abend von Dr. Peter Ulrich Weiß (LAkD).

Frank Larenz (BIEST) im Gespräch mit Peter Ulrich Weiß (LAkD). Links: Autor Nikolai Okunew (ZZF).

Wir haben Teamtag

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, den 31. August 2022, sind wir nicht im Büro. Die Teams der Aufarbeitungsbeauftragten und der ABAH sind gemeinsam unterwegs in Brandenburg.

Ab Donnerstag sind wir alle wieder zu den gewohnten Zeiten im Büro erreichbar.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Gedenken an die Opfer des sowjetischen Speziallagers und Vorstellung des Online-Totenbuches

Gedenken an die Opfer des sowjetischen Speziallagers

Anlässlich des 77. Jahrestages der Verlegung des sowjetischen Speziallagers Nr. 7 nach Sachsenhausen sprach die Brandenburgische Aufarbeitungsbeauftragte Dr. Maria Nooke am 27. August 2022 ein Grußwort zur Vorstellung des Online-Totenbuches in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.

Die Gedenkveranstaltung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945 bis 1950 e. V. fand am 28. August 2022 in Sachsenhausen statt und wurde mit einer Kranzniederlegung am ehemaligen Durchgang zwischen Zone I und Zone II beendet.

Podiumsdiskussion zur Vorstellung des Online-Totenbuches: Reinhard Wolff (2.v.l.), ehemaliger Häftling des Speziallagers, Dr. Enrico Heizer (3.v.l.), Gedenkstätte Sachsenhausen, Jörg Morré (r.), Museum Berlin Karlshorst, Moderation: Thomas Bittner, RBB-Redakteur.
Barbara Kirchner-Roger, geboren im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen und Beiratsvorsitzende der Brandenburgischen Gedenkstätten für die sowjetische Lagerzeit nach 1945, spricht über das Schicksal ihrer Familie und vieler weiterer Opfer.

Hier finden Sie die Rede von Barbara Kirchner-Roger.

Barbara Kirchner-Roger im Interview auf unserem Zeitzeugenportal

Hier gelangen Sie zum Online-Totenbuch.