Verzögerungen wegen sehr hohem Beratungsbedarf

Aufgrund des im Moment sehr großen Beratungsbedarfs können Probleme bei der telefonischen Erreichbarkeit der Beraterinnen und Berater auftreten. Aus diesem Grund kann es auch zu längeren Bearbeitungszeiten Ihrer Anfragen kommen. Bitte haben Sie Geduld und Verständnis. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LAkD beraten Sie auch jetzt gern und zuverlässig.

Coronavirus-Vorsichtsmaßnahme: Besucherverkehr nur nach Terminvereinbarung

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserem Bedauern sind die Räume der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in der Hegelallee 3 in Potsdam und die Anlauf- und Beratungsstelle Stiftung Anerkennung und Hilfe, Am Stellwerk 1 in Potsdam, aufgrund der Pandemie für den Besucherverkehr geschlossen. Nach vorheriger Terminvereinbarung ist eine Beratung per Video möglich.

Die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg ergreift diese Maßnahmen zur Senkung des Infektionsrisikos. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen allen, gesund zu bleiben.

Sie können weiterhin gern telefonisch und per E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen.

Einweihung einer Gedenktafel in Bad Freienwalde

Eine neue Gedenktafel erinnert am ehemaligen Sitz des sowjetischen Geheimdienstes in Bad Freienwalde an die inhaftierten Deutschen und deren dramatisches Schicksal nach 1945. Laut Recherchen kam mehr als die Hälfte der bislang erfassten 225 Zivilisten, die hier ohne rechtsstaatliches Verfahren eingesperrt waren, danach in Speziallagern ums Leben.

Reinhard Schmook (l.) und Peter Ulrich Weiß enthüllten am 11. Dezember 2020 die neue Gedenktafel.

In seiner Rede unterstrich Peter Ulrich Weiß (LAkD) die Bedeutung der Gedenkinitiative für die regionale Aufarbeitung und die zeitgeschichtliche Erinnerungskultur in Brandenburg. Für die Aufstellung der durch Spenden finanzierten und bereits vor einem Jahr hergestellten Tafel hatte sich vor allem der Leiter der ansässigen Walther-Rathenau-Gedenkstätte Reinhard Schmook engagiert.

Gedenktafel am historischen Ort: Bad Freienwalde, Gesundbrunnenstraße 9.

Im Anschluss an die Enthüllung tauschten sich die anwesenden Gäste und Betroffenen in einer bewegenden Runde über ihre persönlichen Hafterlebnisse und Erinnerungen aus.

Wissenschaftliche Grundlage des Projekts ist eine Studie von Andreas Weigelt , die 2018 in der Schriftenreihe der LAkD erschien.

Coronavirus-Vorsichtsmaßnahme: Besucherverkehr nur nach Terminvereinbarung

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserem Bedauern sind die Räume der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in der Hegelallee 3 in Potsdam und die Anlauf- und Beratungsstelle Stiftung Anerkennung und Hilfe, Am Stellwerk 1 in Potsdam, aufgrund der Pandemie für den Besucherverkehr geschlossen. Nach vorheriger Terminvereinbarung sind persönliche Beratungsgespräche und Beratung per Video möglich. In allen Räumen gelten die Abstands- und Hygieneregeln und das Tragen eines Mund- Naseschutzes.

Die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg ergreift diese Maßnahmen zur Senkung des Infektionsrisikos. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen allen, gesund zu bleiben.

Sie können weiterhin gern telefonisch und per E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen.

Regierungskommission veröffentlicht Abschlussbericht

Am 7. Dezember 2020 stellte die Regierungskommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ ihren Abschlussbericht in der Bundespressekonferenz vor. Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, gehörte der Kommission an: „Es war mir ein wichtiges Anliegen, die Perspektive der ostdeutschen Demokratiebewegung und der von politischem Unrecht in der Zeit der SBZ/DDR Betroffenen in die Kommissionsarbeit einzubringen. Es galt Ideen zu entwickeln, wie die Erfahrungen vom Einsatz für Freiheit und Demokratie und das Bewusstsein für das im Transformationsprozess Erreichte für den Zusammenhalt der Menschen in Deutschland nutzbar gemacht werden können.“ Nach eineinhalbjähriger Arbeit der Kommission wurde der Bericht heute veröffentlicht. „Als wichtiges Ergebnis“, so die Aufarbeitungsbeauftragte, „werte ich neben den Ideen für die Stärkung ostdeutscher Erfahrungen für die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung auch die Empfehlungen für eine wirksamere öffentliche Würdigung ehemals politisch Verfolgter für ihren Einsatz für Freiheit und Demokratie.“

Weitere Informationen zur Kommission und den Abschlussbericht finden Sie hier

Politisches Unrecht wirkt bis heute nach

Neue Studie zu Lebenslagen von Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR politisches Unrecht erlitten

Die Ergebnisse der ersten „Studie zu aktuellen Lebenslagen von Menschen aus dem Land Brandenburg, die in der SBZ/DDR politisch verfolgt wurden oder Unrecht erlitten und deren mitbetroffenen Familien“ liegen nunmehr vor.

Im Rahmen einer quantitativen Untersuchung füllten 533 Personen einen umfangreichen Fragebogen aus. 454 von ihnen sind direkt von Unrecht betroffene Menschen, 79 sind Angehörige.  

Wichtige Ergebnisse der Studie sind:

  1. Folgen des politischen Unrechts belasten bis heute
  2. Belastende gesundheitliche und materielle Folgen werden deutlich
  3. Anerkennung des Unrechts gelingt nur teilweise
  4. Trotz gesundheitlicher Belastungen engagieren sich Betroffene für die Aufarbeitung

Die gesamte Studie finden Sie hier.

Bundestag beschließt Über­gang der Stasi-Akten ins Bundes­archiv

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zum Übergang der Stasi-Akten in das Bundesarchiv beschlossen. Die Landesbeauftragte begrüßt es, dass die Akten auch zukünftig in gewohnter Weise zugänglich bleiben und es für Brandenburg zwei Außenstellen geben wird: in Frankfurt/Oder das Archiv für die Brandenburger Akten und in Cottbus eine zusätzliche Außenstelle,  die neben der Beratung zu Akteneinsicht auch einen Bildungsauftrag hat. Damit wird die Aufarbeitung von SED-Unrecht in Brandenburg gestärkt.

Beschluss des Bundestages

Errichter einig über Verlängerung der Stiftung Anerkennung und Hilfe

Am 22. Oktober 2020 haben sich Bund, Länder und Kirchen als Errichter der Stiftung Anerkennung und Hilfe in einer gemeinsamen Sitzung darauf verständigt, ihren Gremien zu empfehlen,
• die Anmeldefrist zum Erhalt von Stiftungsleistungen bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern,
• die Bearbeitungszeit in den Anlauf- und Beratungsstellen bis zum 31. Dezember 2022 zu verlängern und
• das Stiftungsvermögen um rund 17,5 Mio. Euro aufzustocken.
Den Errichtern der Stiftung war es von Anfang an wichtig, möglichst alle Betroffenen zu erreichen. Durch die Corona-Pandemie war der Zugang zu den Leistungen der Stiftung erheblich erschwert. Diese Nachteile gilt es durch die Verlängerung der Anmeldefrist auszugleichen.

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
Anlauf- und Beratungsstelle des Landes Brandenburg

Rainer Potratz als langjähriger Mitarbeiter der LAkD verabschiedet

Zum 31. Oktober 2020 hat die LAkD ihren langjährigen Mitarbeiter, Rainer Potratz, in den Ruhestand verabschiedet.

Rainer Potratz hat im Januar 2011 bei der damals noch jungen Behörde der Brandenburgischen Landesbeauftragten als Referent für Historische Forschung, Gedenkstätten und Publikationen seine Arbeit begonnen und seitdem die historische Forschung der LAkD geprägt.

Die meisten der in der Schriftenreihe der Aufarbeitungsbeauftragten beim Metropol Verlag erschienenen Bücher sind unter seiner Begleitung erschienen. Rainer Potratz hat die Autoren und Autorinnen im Gedankenaustausch, mit Hinweisen zu Recherchemöglichkeiten und beim Fertigstellen der Bücher unterstützt. So konnten sehr unterschiedliche Themen in die Öffentlichkeit gebracht und mit vielen Buchlesungen im Land Brandenburg, auf der Leipziger Buchmesse und an anderen Orten vorgestellt und diskutiert werden.

Rainer Potratz hatte Freude am Entdecken neuer wichtiger oder bis dahin wenig bearbeiteter historischer Themen zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in der DDR. Er hat das Team der LAkD immer wieder angeregt, sich Themen zu widmen oder hat diese Themen mit Fragestellungen und seinem umfangreichen Wissen vertieft.

Auch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern, wie den zahlreichen Gedenkstätten zur Geschichte von SBZ- und SED-Unrecht, den unterschiedlichen Museen sowie Institutionen, die sich mit politischer Bildung und Zeitgeschichtsforschung befassen, war Rainer Potratz eine Herzensangelegenheit und lag im Wesentlichen in seiner Hand.

Die Landesbeauftragte und alle Kolleginnen und Kollegen danken Rainer Potratz sehr für die kollegiale, tiefgründige und anregende Zusammenarbeit und wünschen ihm einen guten Übergang in den Ruhestand und Freude an der Umsetzung all seiner weiteren Ideen und Forschungen.