Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Gisela und Hans-Peter Freimark

Gisela und Hans-Peter Freimark wurden am 25. Juni 2020 in Potsdam mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigte das Engagement und die Verdienste des Ehepaars: „Mit ihrem Wirken haben sich Gisela und Hans-Peter Freimark nicht nur um das Land Brandenburg und ihre Heimatregion Prignitz, sondern um Deutschland auf besondere Weise verdient gemacht. Mit dem DDR-Geschichtsmuseum leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung unserer Geschichte und zur Stärkung unseres demokratischen Gemeinwesens. Es ist unerlässlich, dass die Geschichte der DDR vor dem Vergessen bewahrt wird. Sie ist originärer Teil der gesamtdeutschen Entwicklung.“

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur Dr. Maria Nooke nahm an der Verleihung teil und gratuliert: „Mit den Freimarks verbindet unsere Behörde eine langjährige intensive Zusammenarbeit. Ich schätze die Arbeit sehr.“ Das Ehepaar Freimark gehörte zur kirchlichen Friedensbewegung und zu den Protagonisten der Friedlichen Revolution in der DDR. 2006 eröffneten sie das DDR-Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum Perleberg, das bislang wenig bekannte Einblicke in die kirchliche Friedensarbeit und die Entstehung von Bürgerbewegungen in der DDR sowie die Wiedervereinigung in der Prignitz ermöglicht. Gemeinsam bauten Gisela und Hans-Peter Freimark das Museum aus eigenen Mitteln auf und leiten es heute ehrenamtlich.

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Stilles Gedenken an die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der Gedenkstätte Lindenstraße

Foto: LAkD

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke legte gemeinsam mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, Oberbürgermeister Mike Schubert und dem Vorsitzenden der Fördergemeinschaft »Lindenstraße 54«, Claus Peter Ladner, einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 nieder.

Foto: LAkD

Nahezu eine Million Bürgerinnen und Bürger protestierten am 17. Juni 1953 auf den Straßen vieler Städte in der DDR gegen die kommunistische Diktatur. Was als Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen begann, entwickelte sich zu einem Manifest gegen das SED-Regime. Auf dem Territorium des heutigen Landes Brandenburg fanden große Protestversammlungen und Demonstrationen statt, die schließlich von sowjetischen Truppen niedergeschlagen wurden.

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Coronavirus-Vorsichtsmaßnahme: Besucherverkehr nur nach Terminvereinbarung

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserem Bedauern sind die Räume der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in der Hegelallee 3 in Potsdam und die Anlauf- und Beratungsstelle Stiftung Anerkennung und Hilfe, Am Stellwerk 1 in Potsdam, seit dem 18. März 2020 für den Besucherverkehr geschlossen. Ab sofort sind nach vorheriger Terminvereinbarung persönliche Beratungsgespräche wieder möglich. Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygieneregeln und bringen einen Mund- Naseschutz mit.

Die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg ergreift diese besondere Maßnahme zur Senkung des Infektionsrisikos. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen allen, gesund zu bleiben.

Sie können weiterhin gern telefonisch und per E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen.

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10 Jahre LAkD

Seit zehn Jahren gibt es im Land Brandenburg die Behörde der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD). Die feierliche Amtseinführung von Ulrike Poppe, der ersten Landesbeauftragten, fand am 23. März 2010 durch den Präsidenten des Landtags, Gunter Fritsch, im Schloss Cecilienhof statt. Die Behörde berät Menschen, die von politischer Verfolgung in der SBZ/DDR betroffen waren, in Angelegenheiten der Rehabilitierung und Anerkennung gesundheitlicher Folgeschäden. Mit vielfältigen Angeboten der politischen Bildung informiert sie die Öffentlichkeit über Strukturen und Mechanismen der Diktatur. Ebenso finden öffentliche Stellen Beratung zu Fragen der Aufarbeitung und Überprüfung.

Es hat lange gedauert, bis sich Brandenburg zur Einrichtung dieser Behörde entschlossen hat. Wie wichtig die Arbeit zur Unterstützung der Menschen ist, die schweres Unrecht erlitten haben, und welche Bedeutung der Aufarbeitung von Geschichte zukommt, hat die Landtagspräsidentin
Prof. Dr. Liedtke in einem Schreiben an die Aufarbeitungsbeauftragte und ihr Team ausgedrückt.

Wir bedanken uns für das Vertrauen, das uns von den Betroffenen täglich entgegengebracht wird. Wir freuen uns auf neue Begegnungen mit Menschen, die neugierig sind auf den Austausch über Geschichte überall im Land Brandenburg. Und wir wünschen uns weiterhin gute politische Unterstützung für unsere Arbeit.

Vor 30 Jahren überwanden die Menschen in der DDR ihre Ängste und stürzten in einer friedlichen Revolution das System. Sie brachten die Mauer zu Fall, wählten die SED-Diktatur ab und setzten sich für die Wiedervereinigung ein. Mit dem diesjährigen Jahresprogramm unter dem Motto Zeitenwandel/Wandelzeiten wollte die LAkD mit Ihnen ins Gespräch kommen über die Veränderungen, die sich daraus ergeben haben, wie diese Ihr Leben verändert haben und welche Erfahrungen zur Bewältigung des Transformationsprozesses gesammelt wurden. Viele der geplanten Veranstaltungen und Begegnungen müssen wegen der Bedrohung durch den Corona-Virus derzeit abgesagt werden. Die Zeiten wandeln sich momentan auf ungeahnte Weise. Dennoch gehört zu den Erfahrungen der Menschen in Brandenburg, welche Bedeutung Freiheit und Selbstbestimmung haben und dass Krisen bewältigt werden können. Bewahren Sie sich dieses Wissen!

Maria Nooke, 23. März 2020

Würdigung des Landtages Brandenburg

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