Schul-Workshop am Gymnasium auf den Seelower Höhen
Am 4. März 2026 haben wir am Gymnasium auf den Seelower Höhen einen Workshop zum Thema „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ durchgeführt.
Im Rahmen unseres Bildungsangebots für Schulen hat unser Referent für historisch-politische Jugendbildung, Sebastian Borchers, mit zwei Geschichtsleistungskursen der 12. Jahrgangsstufe über die Dauer von vier Unterrichtsstunden zur Friedlichen Revolution und zur Deutschen Einheit gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich u. a. mit abstrakten Begriffen wie „Diktatur“ und „Demokratie“ auseinander, erörterten Fragen von Anpassung, Zwang und Unrecht in der SED-Diktatur und schlüsselten die Abfolge der Ereignisse 1989/90 mithilfe eines „Zeitstrahls“ auf.
Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit Kurzdokumentationen zu den einzelnen Themenpunkten Solidarność in Polen, Staatssicherheit, Friedliche Revolution, Mauerfall, Deutsche Einheit und Jugend in der DDR. Die Teilnehmenden setzten sich in Gruppen mit den jeweiligen Inhalten auseinander, bereiteten diese in Form von Plakaten auf und stellten ihre Ergebnisse im Plenum den anderen Mitschülerinnen und Mitschülern vor. Anschließend folgte eine Diskussion darüber, was sie über demokratische Dynamiken lernen konnten, wenn sie die Entwicklungsschritte 1989/90 in der DDR bis hin zur Deutschen Wiedervereinigung betrachten.


Schul-Workshop am Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder)
Am 27. Februar und am 6. März 2026 haben wir am Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder) 90-minütige Workshops über die Freiheits- und Demokratiebewegung in Polen und der DDR in den 1980er Jahren durchgeführt.
Die Kurzworkshops fanden mit drei Klassen des 9. Jahrgangs statt – darunter auch eine bilinguale Klasse, mit der unser Referent für historisch-politische Jugendbildung, Sebastian Borchers, entsprechende Inhalte auch auf Polnisch erarbeitete. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler auf Themen der DDR-Geschichte vorzubereiten, die sie in der 10. Klasse erwarten.
Zu Beginn setzten sich die Teilnehmenden am Beispiel der Weimarer Republik mit der Frage auseinander, was es generell bedeutet, wenn sich eine Demokratie in eine Diktatur verwandelt. Diskutiert wurden die Schwäche der damaligen Verfassung, das Ermächtigungsgesetz von 1933 und der Übergang in die NS-Diktatur. Mit Blick auf die 1980er Jahre wurde dann der umgekehrte Prozess von der (kommunistischen) Diktatur zur Demokratie in Polen und der DDR beleuchtet. Gefragt wurde, wie die Machtstrukturen durch das Einfordern demokratischer Rechte – zuerst durch die Arbeiterbewegung der Solidarność und dann durch die ostdeutsche Bürgerbewegung – schrittweise aufgebrochen wurden. Die Schülerinnen und Schüler entwarfen dazu Plakate, deren Ergebnisse sie sich gegenseitig vorstellten. Abschließend überlegten sie, was sich anhand der behandelten Ereignisse über Demokratie und den Kampf für demokratische Werte lernen lässt.