„Mut und Eigensinn“
Die diesjährige „Zeitschnitt“-Reihe präsentiert Filme über Zivilcourage und eigensinnige, mitunter widersprüchliche Menschen, die sich gegen Willkür wehren oder für demokratische Teilhabe einsetzen. Die fiktionalen und dokumentarischen Arbeiten behandeln sowohl ganz gewöhnliche Lebensbereiche als auch dramatisch zugespitzte Situationen und zeugen dabei von der Kraft der scheinbar Schwachen. Ganz gleich, ob authentischer Fall oder Fiktion, stets geht es darum, das täglich gelebte Leben zu den offiziell proklamierten Maximen ins Verhältnis zu setzen und die Differenz von Anspruch und Wirklichkeit aufzuzeigen. Es geht dabei nicht immer um spektakuläre Heldentaten oder prominente Fallbeispiele – oft entwickeln sich mutige Handlungen aus Alltagssituationen heraus.
Gezeigt werden soll, mit welch unterschiedlichen Mitteln und Methoden – ob mit Witz, Mut, Beharrlichkeit oder Eigensinn – an scheinbar unveränderbaren Verhältnissen gerüttelt wird. Wie schon in vorangegangenen Ausgaben von „Zeitschnitt“ wird der Blick durch osteuropäische Filmperspektiven erweitert.
Jeder Kinoabend beginnt mit einer filmhistorischen Einführung durch Dr. Claus Löser und es gibt die Einladung zum gemeinsamen Gespräch nach den Filmen. Auf bewährte Weise werden die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung im Filmmuseum Potsdam stattfinden.
Besonders hinweisen möchten wir auf den Kinoabend mit sorbischen Filmen, bei dem wir auch den Regisseur Konrad Herrmann zu Gast haben:
23.06.2026 18:00 Uhr
Obenkino Cottbus /Jugendzentrum Glad-House
„Rublak. Die Legende vom vermessenen Land“
und als Vorfilm:
„Struga – Bilder einer Landschaft“
Auch an anderen Abenden können wir Gäste für das Gespräch begrüßen.
Die Termine entnehmen Sie bitte dem Programmflyer der Filmreihe 2026.

(Quelle: Franz Ritschel / Konrad Herrmann)
Ansprechpartnerin
Stellvertretung der Aufarbeitungsbeauftragten |
Referentin für historisch-politische Erwachsenenbildung
Telefon: 0331 23 72 92 – 23
Telefax: 0331 23 72 92 – 29
