
Die schulische Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur fördert bei Jugendlichen das Verständnis und die Wertschätzung demokratischer Prinzipien sowie die Fähigkeit, politischen Machtmissbrauch und autoritäre Denkmuster zu erkennen. Zeitzeugen können hierbei wichtige Erfahrungen vermitteln. Die Auseinandersetzung mit Biografien und Orten, mit Ereignissen und Widerstandsformen macht Geschichte greifbar und fördert Empathie und kritisches Denken.
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) bietet 2026 spannende und kreative Formate für brandenburgische Schülerinnen und Schüler an. Die Workshops sind für alle Schulformen offen und sowohl für kleine als auch für größere Teilnehmergruppen konzipiert. Sie sind kostenfreie Angebote der LAkD, notwendige Materialien werden gestellt. Interessierte Lehrkräfte und Schulen sind herzlich eingeladen, sich direkt an den Referenten für Jugendbildung zu wenden, um nähere Informationen zu erhalten und gemeinsame Veranstaltungen zu planen.


Comic-Workshops
In einem zweitägigen Comic-Workshop mit zwei Illustratoren des Berliner Studios „Zoom & Tinte“ nähern sich Schülerinnen und Schüler mit Stift und Papier dem Thema Friedliche Revolution und Deutsche Einheit an. Nach einer Einführung in die historischen Ereignisse und einem Gespräch mit Zeitzeugen entwickeln die Jugendlichen eigene Figuren, Szenen und Geschichten, die sie zeichnerisch umsetzen. So entstehen individuelle Comics, die historische Erfahrungen mit heutigen Perspektiven verbinden und einen lebendigen Zugang zur Zeitgeschichte ermöglichen.
Lern-Workshops an Schulen
Der Basis-Workshop umfasst zwei Unterrichtsstunden (90 Minuten) und bietet eine interaktive Einführung in historische Schlüsselmomente. Mit innovativen Unterrichtsmaterialien und Methoden nähern sich die Teilnehmenden den Themen auf kreative Weise und vertiefen im Austausch miteinander ihre analytischen Fähigkeiten. Zur Auswahl stehen zwei Module: „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ sowie „Jugendopposition in der DDR“.
Der erweiterte Workshop umfasst vier Unterrichtsstunden (180 Minuten). Er vertieft die historischen und kulturellen Hintergründe in interaktiven und kreativen Arbeitsphasen unter Einbeziehung digitaler Medien. Dabei stehen vier Module zur Auswahl: „Friedliche Revolution & Deutsche Einheit“, „Jugendkultur und -opposition in der DDR“, „Solidarność und Friedliche Revolution“, „Flucht, Grenzen und Migration“.
Ansprechpartner

Sebastian Borchers
Referent für historisch-politische Jugendbildung
Telefon: 0331 23 72 92 – 26
Telefax: 0331 23 72 92 – 29