Rückblick Filmreihe Zeitschnitt im Jahr 2025

Filme als Medium – Erinnerung und Diskussion

Die in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam und dem Filmhistoriker Dr. Claus Löser gemeinsam veranstaltete Filmreihe stand im Jahr 2025 unter der Überschrift „‘Morgen soll nicht vorgestern sein‘ Ost-Frauen im Film“ und traf auf großes Interesse.

Dr. Claus Löser im Gespräch mit der Künstlerin Cornelia Dr. Schleime am 18.09.2025 im Hangar 312 Neuruppin. Foto: LAkD
Zeitschnitt-Veranstaltung in der Dorfkirche Dolgelin am 20.07.2025. Foto: LAkD

Die präsentierten Filme beschäftigten sich mit den Widersprüchen zwischen der in der DDR-Verfassung von 1949 verankerten die Gleichberechtigung von Mann und Frau, den dadurch eröffneten neuen beruflichen Möglichkeiten für Frauen einerseits und dem Verbleiben von Verantwortung für Haushalt und Familie andererseits, während Männer in Politik und Wirtschaft dominierten. Den aus diesem Spannungsverhältnis entstandenen veränderten Rollenverständnissen, Konflikten und Widerständen widmeten sich Filme seit 1950 bis in die Gegenwart.

Besonders drei Dokumentarfilme aus den 2000er Jahren, in denen die Protagonistinnen über ihre Erlebnisse und den Kampf um Selbstbestimmtheit und Freiheit reflektierten, regten in den Nachgesprächen zum Austausch an. So gab es im Kulturzentrum „DAS HAUS“ in Niedergörsdorf/Altes Lager nach dem Film eine lebhafte Diskussion über das Leben von Frauen in der DDR, die beruflichen Möglichkeiten von Frauen in der alten Bundesrepublik und in Italien. Eine junge Teilnehmerin bemerkte staunend, dass manche Themen wie z.B. die Frage des Schwangerschaftsabbruchs Frauen auch heute bewegen und wollte den Film unbedingt nochmal mit ihrer Oma schauen und besprechen.

Als neue Kino-Orte konnten die Dorfkirche Dolgelin, der Hangar-312 Neuruppin und das KleinKunstWerk Bad Belzig gewonnen werden.

Im nächsten Jahr wird die Filmreihe unter dem Motto „Mut und Eigensinn“ stehen. Wir danken dem Filmmuseum Potsdam, dem Filmhistoriker und –kurator Dr. Claus Löser und allen Kino-Orten für die gute Kooperation und freuen uns auf die Zeitschnitt-Reihe 2026!

Ansprechpartnerin

Susanne Kschenka

Stellvertretung der Aufarbeitungsbeauftragten |
Referentin für historisch-politische Erwachsenenbildung

Telefon: 0331 23 72 92 – 23
Telefax: 0331 23 72 92 – 29

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