Film über freie Kunst in der DDR trifft auf interessiertes Publikum im Kunsthaus

Am 7. August 2026 traf die diesjährigen Filmreihe Zeitschnitt unter dem Thema „Mut und Eigensinn“ beim Gartenkino auf ein sehr interessiertes Publikum in wunderschöner Kunst-Atmosphäre. Mit „Go Clara Go“ wurde ein aktueller Film aus dem Jahr 2025 gezeigt, der in besonderer Weise die DDR-Künstlergruppe Clara Mosch vorstellte. Vor gut 50 Jahren erklärte diese Gruppe die einstige sozialistische Vorzeigestadt Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) zur avantgardistischen Happening-Zone. Sie bewies gemeinsam mit der genossenschaftlich organisierte „Galerie Oben“ seit den 70er Jahren, dass Kunst in der DDR freier agieren konnte als offiziell erwünscht – vorausgesetzt, man traute sich und hatte etwas zu sagen und zu zeigen.

Die Veranstaltungsstätte, das Schul- und Bethaus Altlangsow, ist selbst ein Ort für Kunst und so machten der Film und das anschließende Gespräch mit der Regisseurin Sylvie Kürsten bis in die Dunkelheit den Anwesenden Lust auf mutige Kunst und Einmischung in die Gesellschaft.

Mann spricht mit Mikrofon spricht vor Filmleinwand zu Publikum
Einführung in den Film von Dr. Claus Löser, Foto: LAkD
Mehrere Menschen unterhalten sich stehend und sitzen. Frau reicht Getränke hinter der Theke hervor.
Die Bar ist eröffnet, Foto: LAkD
Zwei Menschen im Abenddunkel vor erleuchteter Leinwand. Frau spricht ins Mikrofon und redet gestenreich.
Nachgespräch mit Regisseurin Sylvie Kürsten, Foto: LAkD