45 Studierende der Uni Potsdam nahmen im Wintersemester 2025/26 an Lehrveranstaltung der LAkD teil
Kontrolle und Zensur gehörten zum Alltag des DDR-Kulturbetriebes und behinderten das Schaffen vieler ostdeutscher Künstler über Jahrzehnte. Unter dem Titel „Verbotene Künste. Film- und Literaturzensur in der DDR“ untersuchte Dr. Peter Ulrich Weiß mit den Kursteilnehmern die unterschiedlichen Phasen restriktiver SED-Kulturpolitik und analysierte Biographien und Werke, die von Eingriffen bis hin zum Publikationsverbot betroffen waren. Neben dem Kahlschlag-Plenum 1965 und der Biermann-Ausbürgerung 1976 ging es dabei aber auch um kreative Spielräume im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Widerstand. Den Abschluss bildete der Besuch der Dauerausstellung im Filmmuseum Potsdam, die auch Zensurbeispiele aus der DEFA-Filmproduktion zeigt. In der Auswertung hoben die mehrheitlich Lehramtsstudierenden hervor, wie neu und aufschlussreich die gewonnenen Einblicke für das Thema SED-Diktaturgeschichte waren.

