Am 7. Mai 2026 stellten am Forschungsprojekt „Zwangsadoptionen in der SBZ/DDR von 1945 – 1989“ beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse auf in Potsdam vor. Die Aufarbeitungsbeauftragte hatte zu diesem Fachtag Brandenburger Fachpublikum eingeladen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Zentralen Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg, von Adoptionsvermittlungsstellen verschiedener Landkreise, aus Jugendämtern, Kreisarchiven und von verschiedenen freien Trägern sowie aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport diskutierten die Ergebnisse anhand ihrer praktischen Erfahrungen. Dabei spielte die Frage der kritischen Betrachtung der damaligen Akten und deren Aussagekraft eine besondere Rolle: Oft wurde, statt Unterstützung in sozialen Notlagen zu geben, hart in Familienverhältnisse eingegriffen. Das betraf besonders junge Frauen. Auch Beratungsfragen zu Adoptionen aus Sicht von betroffenen Eltern und Kindern sowie der Einfluss von Mediendiskursen auf das Thema Zwangsadoption wurden miteinander diskutiert.
Die Studie zeigt, dass Adoptionen als endgültige Trennung zwischen Eltern und Kind nicht selten unter erheblichem staatlichen und institutionellen Druck erfolgten, von Betroffenen als Zwang erlebt wurden und somit Teil des Systemunrechts der SED-Diktatur sind.
Die Zusammenfassung der Forschungsergebnisse finden Sie hier:
Zusammenfassung-der-Studie-Zwangsadoption-in-der-SBZ_DDR.pdf