Austausch zwischen Politik, Aufarbeitungsakteuren und Betroffenen von SED-Unrecht über die Bedeutung von Erinnerungsstätten
Vom 24. – 26. April 2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Verfolgtenverbände und Aufarbeitungsinitiativen in Chemnitz zum 29. Bundeskongress, der alljährlich von den Landesbeauftragten mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der SED-Opferbeauftragten beim Bundestag ausgerichtet wird. Der Kongress stand unter dem Thema „Orte bleiben. Gedenkstätten und die Zukunft des Erinnerns“ und beschäftigte sich mit der Frage, wie wir künftig an politisch motiviertes Unrecht in der DDR erinnern und welche Bedeutung dafür Gedenkstätten als unverzichtbare Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung, Vermittlung und Erforschung haben.
Zum Eröffnungsabend empfingen der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landtagspräsident Dr. Gunter Schellenberger die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am Samstag stand die Besichtigung der neuen Ausstellung im ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck sowie der Austausch über aktuelle Projekte und Vorhaben auf dem Programm, am Sonntag der Besuch der Gedenkstätte auf dem Kaßberg, die sich im ehemaligen „Freikaufknast“ befindet. Das Treffen endete mit einer Gedenkveranstaltung in Erinnerung an vier junge Männer, die 1951 von sowjetischen Militärtribunalen wegen ihrer Aktivitäten für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet wurden.
Die LAkD war mit Dr. Maria Nooke, Michael Körner, Dr. Peter Ulrich Weiß und einem eigenen Infostand vor Ort.









