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SUMMARY:Bürgerberatung in Premnitz
DESCRIPTION:Die Mitarbeiter der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten laden interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Premnitz und Umgebung zur Beratung vor Ort ein. Das Angebot richtet sich an Menschen\, die in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR politisch verfolgt wurden sowie deren Angehörige. \nIn Einzelgesprächen können insbesondere folgende Themen besprochen werden: \n\ndie Rehabilitierung von SED-Unrecht nach dem Strafrechtlichen\, Verwaltungsrechtlichen und Beruflichen Rehabilitierungsgesetz und sich daraus ergebende Leistungsansprüche\ndie Suche nach personenbezogenen Unterlagen\, die die politische Verfolgung oder den rechtsstaatswidrigen Eingriff in das Leben des Einzelnen dokumentieren\ndie Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden\nVermittlung psychosozialer Beratungs- und Hilfsangebote\nAnsprüche Hinterbliebener von Verfolgten\n\nEs können Anträge zur Einsichtnahme in die persönlichen Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit auf Grundlage des Stasi-Unterlagen-Gesetz gestellt werden. Voraussetzung ist die Vorlage eines gültigen Personaldokuments.
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LOCATION:Rathaus Premnitz\, Raum 213\, Gerhart-Hauptmann-Straße 3\, Premnitz\, Brandenburg\, 14727\, Deutschland
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SUMMARY:Amnestie. Das Ende der politischen Verfolgung in der DDR
DESCRIPTION:Eine der wichtigsten Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 war die juristische Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern der SED-Diktatur.\n\nDie Justiz in der DDR blieb bis 1989 eine der wichtigsten Stützen der SED-Diktatur. Die Rechtsprechung diente bis zum 27. Oktober 1989 der Durchsetzung sozialistischer Ziele und folgte dabei den ideologischen Vorgaben der Staatspartei. Die Parteimitgliedschaft der meisten Justizangehörigen sicherte der SED den Zugriff auf die Gesetzgebung\, die Rechtsprechung und das ganze Rechtssystem. Bis zum Sturz der SED in der friedlichen Revolution gab es keine unabhängige Judikative.\n\nDie Ereignisse des Herbstes 1989 zwangen die DDR-Staatsführung\, einzelne Strafrechtsparagrafen durch einen Amnestiebeschluss außer Kraft zu setzen. Dazu gehörte insbesondere der §213\, der sogenannte ungesetzliche Grenzübertritt\, der bis zu diesem Zeitpunkt hart verfolgt wurde.\n\nDie erste und einzige frei gewählte Volkskammer der DDR beschloss dann am 29. Juni 1990 ein Strafrechtsänderungsgesetz\, das alle Strafrechtsparagrafen aus dem Strafgesetzbuch der DDR entfernte\, die vorrangig der politischen Verfolgung dienten. Dazu gehörten §99: Landesverräterische Nachrichtenübermittlung\, §105: Staatsfeindlicher Menschenhandel\, §106: Staatsfeindliche Hetze\, §219: Ungesetzliche Verbindungsaufnahme\, Artikel 3 der Verfassung der DDR: Boykotthetze\, §256: Wehrdienst-entziehung und Wehrdienstverweigerung sowie weitere Paragrafen.\n\nDie Veranstaltung soll den Systemwechsel von einer Gerichtsbarkeit\, die der Durchsetzung und dem Machterhalt einer Partei diente\, zu einer unabhängigen\, dem demokratischen Prinzip der Gewaltenteilung verpflichteten Gerichtsbarkeit nachzeichnen und bewusst machen. Den besonderen Schwerpunkt werden die Ereignisse im Herbst 1989 und die Folgemonate sowie der Weg zur Veränderung des Strafgesetzbuches bilden.\n\nEine Veranstaltung in Kooperation mit dem Landgericht Potsdam.\n\nEinladung
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LOCATION:Verfassungsgericht des Landes Brandenburg\, Jägerallee 9-12\, Potsdam\, 14469\, Deutschland
CATEGORIES:Veranstaltungen zum Jahresthema
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