Wie kommen Sie zu einem Gespräch zum Jahresthema? „Für ein offenes Land mit freien Menschen“

Wenn Sie wir Sie dabei unterstützen sollen, in Ihrem Ort, in Ihrem Verein, in Ihrer Frauen- oder Jugendgruppe, in Ihrer Kirchengemeinde oder in einer anderen Runde unter dem Jahresthema „Für ein offenes Land mit freien Menschen“ miteinander ins Gespräch zu kommen, wenden Sie sich bitte an uns. Gemeinsam können wir einen Raum geben für das Erinnern, Nachdenken und Fragen.

Wir überlegen mit Ihnen, welche Form des Erinnerns für Ihre Gruppe passen könnte, welches Thema der Erinnerung bei Ihnen im Ort oder in der Region besonders im Mittelpunkt steht, wer unbedingt dabei sein sollte und welche Unterstützung Sie benötigen.

Wir können kleinere oder größere Gesprächsabende bei Ihnen moderieren oder Ihnen helfen, dies selbst zu tun. Dabei wollen wir immer an den Erfahrungen, Geschichten, Erlebnissen der Menschen vor Ort anknüpfen. Dies kann durch Fotos von damals (von Demonstrationen und Zeitgeschehen, aber auch von damaligen Orten, Betrieben, regionalen Besonderheiten usw.), damaligen politischen Papieren, Materialien und vielem mehr unterstützt werden. Sie können durch Aufrufe in der Zeitung dazu einladen, Material zu sammeln oder schon vorhandene Erinnerungssammlungen vor Ort nutzen.

Wir begleiten Sie bei Überlegungen, wie ein Austausch mit einer größeren Anzahl von Teilnehmenden in Form einer Gesprächstagung oder im Rahmen einer Demokratiekonferenz im Programm „Demokratie leben!“ organisiert werden kann. Auch dabei soll das Gespräch über die Erfahrungen der Teilnehmenden vor Ort im Mittelpunkt stehen.

Neben dem Austausch der eigenen Erinnerungen können auch die verschiedenen historischen Ereignisse zusätzlich Anknüpfung bieten und bei Veranstaltungen unterschiedliche örtliche Schwerpunkte bilden. Hier zur Auffrischung der Erinnerung einige Beispiele: 

im Jahr 1989 u. a.

  • Nachweis von Wahlfälschungen bei den Kommunalwahlen am 7. Mai 1989
  • Gründung von Initiativen, Gruppen und Parteien  (Neues Forum, Demokratie jetzt, Demokratischer Aufbruch, SDP und einige mehr)
  • Ereignisse im Herbst 1989, wie Veranstaltungen in Kirchen und Demonstrationen
  • Grenzöffnungen
  • Besetzung der regionalen Dienststellen der Staatssicherheit, Verhinderung der weiteren Aktenvernichtung und Sicherung der Akten,

im Jahr 1990 u. a.

  • die Bildung und Arbeit der unterschiedlichen Runden Tische
  • die erste freie Volkskammerwahl am 18. März 1990 und die Kommunalwahlen am 6. Mai 1990, die mit einer Vielfalt von Listen, Kandidaten, Wahlkampfveranstaltungen vorbereitet wurden
  • das Einziehen von frei Gewählten in die kommunalen Vertretungen und die Erfahrungen bei der Gestaltung von Politik
  • die Währungsunion, der Einigungsvertrag und schließlich
  • die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 und
  • parallel die Wiedereinführung der Länder.

An all diesen Ereignissen waren Menschen überall im Land Brandenburg beteiligt.

Gleichzeitig begann mit dem Jahr 1990 aber auch die Zeit des Umbaus von Wirtschaft, Landwirtschaft, Verwaltung, Ausbildung und vielem mehr, die für viele mit persönlichen Umbrüchen, Neuorientierungen, Verunsicherungen, Veränderungen in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf verbunden war. Diese Erinnerungen und Erfahrungen liefen überall parallel, aber für jeden einzeln sehr unterschiedlich und lassen sich eher regional beschreiben. Was hier in Ihrer Region eine besondere Rolle für die Erinnerung und das Gespräch darüber spielt, wird in den Vorgesprächen und Planungen mit Ihnen gemeinsam überlegt. Auch diese Ereignisse sollen einen Platz haben.

Haben Sie Interesse an der Planung eines Gesprächsabends oder -formates gefunden? Dann freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen!